Anschauen in Potsdam: „Die Brücke von Argenteuil und die Seine“ von Gustave Caillebotte

Inzwischen hält der Sommer mit reichlich Sonnenlicht Einzug in das wettermäßig bisher doch recht durchwachsene Jahr 2017 – da erinnere ich mich gerne an meinen Besuch der am kommenden Sonntag endenden Ausstellung „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft“ vor einigen Monaten im Museum Barberini in Potsdam: Das war ein ziemlich trüber Tag, aber im Museum herrschte impressionistischer Sonnenschein!

Besonders angetan war ich in der Ausstellung von mehreren Gemälden von Gustave Caillebotte. Denn dieser Künstler steht nach wie vor oft im Schatten anderer impressionistischer Namen und ist in deutschen Museen leider nur sehr spärlich vertreten. (Die derzeit sechs in Potsdam zu sehenden Caillebottes übertreffen nicht nur jedes einzelne deutsche Museum zahlenmäßig (und wohl auch qualitativ), sondern vielleicht sogar alle deutschen Museen zusammen?)

Somit ist sein Werk „Die Brücke von Argenteuil und die Seine“ (von ca. 1883, also dieselbe Zeit wie Paul Signacs „Port-en-Bessin“ in derselben Ausstellung) aus meiner Sicht vollkommen zu Recht das Werbemotiv dieser Ausstellung.

PotsdamCaillebotte

Gustave Caillebotte: „Die Brücke von Argenteuil und die Seine“ (um 1883)
Privatsammlung

Und Gustave Caillebotte hat nicht nur schöne Bilder gemalt, sondern ist gewissermaßen der Impressionist, der zeitgenössischer Technik und Wissenschaft besonders nahe stand und damit ganz anders veranlagt – und vielleicht in gewissem Sinne sogar moderner – war als einige seiner berühmteren Kollegen aus dem Impressionistenkreise.

Somit ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass ich (als Physiker) das Schaffen von Gustave Caillebotte ganz besonders wertschätze.

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